Tagesgeldkonto Vergleich

Unser Tagesgeldkonto Vergleich soll Licht ins Dunkel der Tagesgeldwelt bringen. Trotz des dreist niedrigen Leitzinses der Europäischen Zentralbank, setzen viele Sparer auf Tagesgeld. Angebote gibt und Konditionen gibt es zu genüge. Manche Banken bieten sogar in Fremdwährung geführte Tagesgeldkonten an. Ergänzen Sie den Tagesgeldkonto Vergleich durch die Tipps unseres Tagesgeld Ratgebers. Sobald Sie wissen, welche Konditionen für Sie Sinn machen, finden Sie auch das richtige Konto.

Wie hilft mir der Tagesgeldkonto Vergleich?

Tagesgeldkonten unterscheiden sich graduell voneinander, aber nicht prinzipiell. Sie alle weisen die oben beschriebenen Kernfunktionen auf und machen die Anlageform des Tagesgeldes für Sie nutzbar. Unterschiede finden Sie aber in punkto Service und Konditionen. Je nach Bank, kann die geforderte Mindesteinlage stark schwanken. Umgedreht können die Finanzinstitute auch eine Höchsteinlage festlegen. Über diese hinaus können Sie keine weiteren Einzahlungen veranlassen. Manche Tagesgeldkonten werden mit einer zugehörigen Bankkarte ausgestellt, welche unmittelbaren Zugriff auf das Konto verspricht. Exotischer, aber durchaus im Angebotskader der Banken, sind Tagesgeldkonten, die zugleich als Girokonto fungieren können. Vorteil für den Kunden: Ein Referenzkonto wird nicht mehr benötigt. Weiterhin gibt es spezielle Tagesgeldkonten für Studenten oder minderjährige, dann aber mit Zustimmung der Erziehungsberechtigten.

Was bedeutet Tagesgeld?

Grundsätzlich bezeichnet Tagesgeld eine Kapitalanlageform, welche sich durch eine hohe Flexibilität auszeichnet. Das Geld des Anlegers wird auf eine undefiniert große Zeitspanne angelegt, bleibt dem Eigentümer aber jederzeit zugänglich. So können private Sparer Sparbuchähnliche Vorteile nutzen und verfügen trotzdem über höhere Zinsen als beim Sparbuch selbst. Die Verzinsungshöhe kann sich namensgebend täglich ändern, richtet sich im Kern aber nach dem Leitzins der Europäischen Zentralbank. Der Zins wird aber nicht garantiert. Die Ausnahme bilden spezielle Angebote für Neukunden. Diese erhalten dann für einen festgelegten Zeitraum eine Zinsgarantie.

Wozu braucht man ein Tagesgeldkonto?

Das Tagesgeldkonto macht die Anlageform des Tagesgeldes überhaupt erst nutzbar. Es funktioniert wie ein Guthabenkonto, welches ohne Dispokredit oder Überziehungsmöglichkeit auskommt. Ein- und Auszahlungen können an einem Tagesgeldkonto ebenfalls nach Belieben durchgeführt werden. Da der Kontobetrag, wie auch der Zins sich täglich ändern können, werden die Zinsbeträge täglich berechnet. Die Gutschrift erfolgt dann je nach Vereinbarung monatlich, per Quartal oder am Jahresende.

Kernfunktion des Tagesgeldkontos ist also die Verzeichnung aller Zahlungseingänge sowie Zahlungsausgänge. Zusammen mit dem aktuellen Tageszins, wird hier der täglich fällige Zinsbetrag errechnet und zum vereinbarten Zeitpunkt auch hier gutgeschrieben. Im Unterschied zum Girokonto, lassen sich mit dem Tagesgeldkonto aber keine alltagsrelevanten Transaktionen durchführen. Das bedeutet Bargeldbezug, Überweisungen oder Lastschriften können mit dem Konto nicht durchgeführt werden. Diese Funktionen bleiben einem Referenzkonto (üblicherweise Ihr Girokonto) vorenthalten.

Voraussetzungen um ein Tagesgeldkonto zu eröffnen

Hier greifen den gleichen Konditionen wie bei einem Girokonto. Hier eine kurze Übersicht:

  • 18 Jahre alt
  • Voll geschäftsfähig
  • Mindestgeldanlage
  • Angabe eines Referenzkonto (meist Girokonto)

Wer 18 Jahre alt und voll geschäftsfähig ist, erfüllt in der Regel alle Tagesgeldkonto Voraussetzungen. Ferner muss die Identität zur Kontoeröffnung erfasst werden. Bei Filialbanken reicht hier ein persönlicher Besuch, Online Banken bieten hier das Postident- oder Videoverfahren an. Da ein Tagesgeldkonto wie zuvor beschrieben, nicht für Transaktionen oder Geldgeschäfte verwendet werden kann, benötigen Sie ein Referenzkonto. Hier wird üblicherweise das Girokonto benutzt, beachten Sie dass es nicht von der gleichen Bank sein muss. Daher empfiehlt sich ein Girokonto Vergleich, um ein passendes Referenzkonto für Ihr Tagesgeldkonto zu finden. Letztlich muss oft noch eine Mindestgeldeinlage vom Antragssteller erfüllt werden, um ein Tagesgeldkonto von der Bank bewilligt zu bekommen.

Neukunden Boni und Zinsen bei Tagesgeldkonten – Wann zähle ich als Neukunde

Viele Bankkunden entscheiden sich erst nachdem sie bereits langjähriger Kunde bei einer Bank sind für die Nutzung eines Tagesgeldkontos. Dadurch können profitable Neukunden Boni eventuell nicht genutzt werden, da die Bank Sie nicht als Neukunde wertet. Die Boni für Neukunden von Tagesgeldkonten umfassen:

  • Startguthaben und Gutschriften
  • Prämien (z. B. Sachprämien, oder andere Serviceleistungen durch die Bank)
  • Höhere Zinsen (meistens zeitlich begrenzt)
  • Garantierte Zinsen (immer zeitlich begrenzt)

Wer gilt nun als Neukunde? Dies ist natürlich von jeder Bank individuell geregelt, aber für gewöhnlich zählen Sie 6 – 12 Monate lang nach Kontoeröffnung als Neukunde. Manche Banken betrachten Sie sogar innerhalb der ersten zwei Jahre als Neukunde. Dies ist für den Tagesgeldkonten Vergleich insofern relevant, als dass Sie auch auf den Anschlusszinssatz des Tagesgeldkontos achten müssen. Dieser tritt automatisch in Kraft, sobald der Neukundenzinssatz sein festgelegtes Ende erreicht.

Wie steht es um Mindestgeldanlagen und Geldanlagebegrenzungen?

Manche Banken fordern für die Eröffnung des Tagesgeldkontos ein Minimum an Kapital das angelegt wird. Oftmals ist an die sogenannte Mindestgeldanlage auch ein bestimmter Zinssatz geknüpft, der nur beim Erreichen ebendieser aktiv ist. Mindestgeldanlagen sind bei Tagesgeldkonten jedoch eher eine Ausnahme, da diese Anlageform schon per Definition höchst flexibel sein soll. Daher fallen Mindestanlagen bei Tagesgeld, wenn Sie denn gefordert sind, mit 400 – 2000 Euro eher gering aus. Als Ausgleich erwartet die Kunden dann meist attraktive Boni in Form von erhöhten Zinsen oder besseren Konditionen.

Geldanlagenbegrenzungen hingegen bezeichnen genau das Gegenteil. Dabei geht es um Obergrenzen, ab denen das angelegte Geld zu einem verringertem Zinssatz oder überhaupt nicht mehr verzinst wird (eher selten wird die zusätzliche Geldannahme verweigert). Anlagebegrenzungen sind beim Tagesgeld oft vorzufinden, allerdings auch recht hoch bemessen. Oftmals liegt die Obergrenze sogar im Millionenbereich.

Tagesgeldkontoeröffnung und Gebühren

Tagesgeldkonten werden auch bei Filialbanken meist nur online Geführt. Das Eröffnen funktioniert daher meistens online, bei Filialbanken auch Vorort. Wichtig ist, dass Sie zuvor über ein Referenzkonto verfügen. Üblicherweise handelt es sich dabei um ein Girokonto, welches gegebenenfalls auch bei einer anderen Bank geführt werden kann. Es wird benötigt um Ein- und Auszahlungen zu regeln, denn das Tagesgeldkonto ist für solche Transaktionen nicht zugelassen. Das Konto kann dann online verwaltet werden. Dort können auch gutgeschriebene Zinserträge gesichtet werden. Alternativ lassen sich die dazugehörigen Kontoauszüge postalisch anfordern, was jedoch Gebühren kosten kann.

Für Tagesgeldkonten fallen darüberhinaus üblicherweise keine Gebühren an. Kontoführungsgebühren und Kündigungen sind meistens ebenfalls kostenlos. Tagesgeldkonten werden auch bei Filialbanken oft zur online Verwaltung angeboten, wodurch sich Gebühren meistens ohnehin erübrigen. Lediglich zusätzliche leisten, wie eine Tagesgeldkonto Bankkarte, oder das Zusenden von Kontoauszügen bzgl. des Tagesgeldes, könnten von der Bank in Rechnung gestellt werden.

Kündigung des Tagesgeldkontos

Tagesgeldkonten sind relativ einfach zu kündigen, da sie per Definition keine fristen, wie z. B. das Festgeld enthalten. Überweisen Sie das angelegte Geld vorab auf Ihr Giro bzw. Referenzkonto. Die Kündigung können Sie jederzeit und ohne Angaben von Gründen durchführen. Auch formell sind Sie nicht gebunden, wir empfehlen aber immer die schriftliche Kündigung, wobei ein Einschreiben vorzuziehen ist. Sobald es zur Auflösung des Kontos kommt, werden Guthaben und Zinserträge von der Bank auf das angegebene Referenzkonto übertragen.

Verrechnungskonten bei Tagesgeld

Verrechnungskonten dienen alleine zur bürokratischen Abwicklung von Transaktionen, die in Verbindung mit Ihrem Geldanlagekonten stehen. Festgeldkonten benötigen Verrechnungskonten beispielsweise, damit Geld überwiesen oder Zinserträge gebucht werden können. Konten für Tagesgeld benötigen Verrechnungskonten jedoch nicht, da Zinsgutschriften unmittelbar darauf verbucht werden können. Für Ein- und Auszahlungen muss das zur Kontoeröffnung benötigte Referenzkonto genutzt werden.

Hinweis: Verrechnungskonten verursachen keine Gebühren. Die sind lediglich ein Konstrukt, was die Abwicklung technisch und bürokratisch ermöglicht.