Kreditkarten Vergleich

Kreditkarten sind heutzutage ein wichtiges Zahlungsmittel und haben neben der reinen Bezahlfunktion und Bargeldbeschaffung sogar noch weitere Einsatzmöglichkeiten. Grundsätzlich stellt sich die Frage ob VISA oder Mastercard und ob man eine Pre-Paid Kreditkarte oder eine mit klassischem Kreditrahmen möchte. Wir sagen Ihnen alles zu den Verschiedenen Kreditkarten typen, halten einen Kreditkarten Vergleich für Sie bereit und beraten Sie in unserem Kreditkarten Ratgeber.

Vorteile von Kreditkarten

Allein in Deutschland gibt es über 1000 verschiedene Kreditkartenanbieter, bekannteste Vertreter sind die Anbieter Visa und MasterCard. Die letzteren beiden sind in über 200 Ländern vorzufinden. Kernfunktion ist das weltweit bargeldlose Bezahlen. Im Gegenzug können ist auch eine gebührenfreie Bargeldversorgung an entsprechenden Automaten möglich. Ob Geldabheben dann kostenlos ist, hängt von der Gewählten Kreditkarte und dem Automaten ab.

Nicht nur auf Reisen und im Urlaub erweisen sich Kreditkarten als unkompliziertes Zahlungsmittel. Im Internet fungieren sie längst als wichtige Bezahloption. Zudem sind Transaktionen mit Kreditkarten versichert. Sollte Ihr Kreditkarte als von Dritten für Zahlungen missbraucht werden, bekommen Sie den Schaden vom Anbieter erstattet, vorausgesetzt Sie haben nicht grob fahrlässig gehandelt.

Die passende Kreditkarte finden

Obwohl die Kreditkarte eines der meistgenutzten Zahlungsmittel ist, stellt uns die Suche nach der passenden Karte immer wieder vor neue Herausforderungen. Das umfangreiche Angebot des Marktes macht da die Suche nicht unbedingt einfacher und die Kaufentscheidung wird von großer Unsicherheit getrübt. Zu den bekanntesten Kreditkarten Anbietern innerhalb Deutschlands zählen MasterCard, Visa, American Express und zu einem gewissen Grad auch Diners Club. MasterCard oder eine Visa, erhält man üblicherweise von Banken in Verbindung mit einem Girokonto oder einem vergleichbaren Finanzprodukt. Amercian Express, Diners Club und Barclaycard  Besitzer gehören eher zu den Exoten und bekommen Ihre Karte oft direkt von den entsprechenden Dienstleistungsunternehmen. Unser Kreditkarten Vergleich hilft Ihnen zunächst einen Überblick zu bekommen, wir empfehlen aber auch sich etwas einzulesen, um die beste Entscheidung treffen zu können.

Im Kreditkarten Vergleich passende Konditionen ermitteln

Nutzer von Kreditkarten zahlen für den Service üblicherweise eine Gebühr. Die Höhe der anfallenden Gebühren ist wohl das erste zu prüfende Kriterium bei einem Vergleich. Die unterschiedlichen Stufen Classic, Gold und Platin beeinflussen die Kosten für die Karte ebenfalls. Bei der Art der Gebühr, also wann diese Konkret anfallen, unterscheiden sich die Kreditinstitute sehr stark. Übliche Schwellen, wo Gebühren anfallen oder auch gezielt zur Angebotsgestaltung entfallen, sind:

  • Kreditkartenbeantragung
  • Kreditkartenausgabe
  • Jahresgebühen
  • Kosten in Abhängigkeit vom Umsatz
  • Sollzinsen

Gebühren sind prinzipiell eher unvermeidlich, können aber, wenn Sie an der richtigen Stelle greifen, ausreichend gut minimiert werden. Der effektive Jahreszins ist ebenfalls zu beachten, da er fast alle Nebenkosten und den vorgesehenen Zinssatz zusammenfasst. Im Vergleich dazu, zeigt der Nominalzins den eigentlichen Zinssatz und berücksichtigt Nebenkosten oder Gebühren nicht. Allerdings können Sie von den Zinsen profitieren, indem Sie die Kreditkarte anstelle eines Tagesgeldkontos nutzen.

Visa Kreditkarten

Aktuell ist Visa die weltweit größte Gesellschaft für Kreditkarten. Die Visa-Card hat sich bei unterschiedlichen Zielgruppen etabliert und kann für Online Einkäufe, Bargeldbezug und viele weitere Zahlungsoptionen genutzt werden. Vom Endkunden kann die Visa-Card über eine Bank in unterschiedlichen Ausführungen erworben werden:

  • Visa Classic: Wird meist ohne zusätzliche Gebühr von Banken in Verbindung mit einem Girokonto ausgegeben.
  • Visa Gold: Verfügt über einen höheren Kreditrahmen und enthält Zusatzleistungen wie Rechtschutsschutzversicherungen.
  • Visa Platinum: Für Kunden mit hohen Ausgaben. Bieter mehr Leistung, z. B. kostenloses Bezahlen in Fremdwährungen.
  • Visa Infinite: Nur auf Einladung erhältlich. Mit permanent Verfügbarem Concierge-Dienst.
  • Visa Business: Geeignet für klein- und mittelständige Unternehmen. Trennt geschäftliche und private Ausgaben.
  • Visa Corporate: Dient zur Vereinfachung von Arbeitsabläufen in Großunternehmen.

MasterCard Kreditkarten

Namenhaftester Konkurrent zur Visa ist in Deutschland mit Sicherheit die MasterCard Kreditkarte. Das im Jahre 1966 gestartete Unternehmen belegt nach Visa aktuell das zweitgrößte Marktvolumen. Ihre aktuell ausgegebenen Kreditkarten Varianten sind:

  • Mastercard Standard
  • Mastercard Gold
  • Mastercard Platinum
  • World Elite Mastercard
  • Mastercard Prepaid

Während die ersten vier Karten weitestgehend ihren VISA Pendants entsprechen, ist die Mastercard Prepaid besonders gut für Personen geeignet, die sich nicht verschulden wollen/dürfen. Auch Jugendliche ab 14 Jahren haben so die Möglichkeit, den Umgang mit modernen Zahlungsmitteln zu erlernen. Zudem führt auch Mastercard Zusatzleistungen oder Bonusprogramme im Angebot, welche Auslandskrankenversicherungen und ähnliches Beinhalten.

American Express Kreditkarten

Ursprünglich als Eilzustelldienst in den USA gegründet, ist das Unternehmen American Express heute ein weltweit etablierter Finanzdienstleister geworden. Dabei ist das Angebot dem der Konkurrenz relativ ähnlich. Ein erwähnenswerter Unterschied besteht durch die Möglichkeit der „Membership Rewards“, also Belohnungen durch Mitgliedschaft. Durch Transaktionen werden Punkte gesammelt, die gegen ausgewählte Prämien eingelöst werden können. Für finanzstarke Kunden bietet American Express ebenfalls Kreditkarten auf Einladung an, welche mit umfangreichen Zusatzleistungen aufwarten.

Diners Club Kreditkarten

Diners Club ist ein echter Pionier in Sachen Kreditkarten. Tatsächlich entwickelten sie den Prototypen der später auch als Vorlage für Visa und American Express dienen sollte. Vorreiter waren sie auch bei der Erstellung und Umsetzung von Zusatzleistungen, wie Auslandskrankenversicherungen und Bonusprogrammen. Das bieten sie auch heute noch an, vor allem Business Kunden ziehen daher oft Diners Club Karten vor. Zudem ist kein Kreditlimit vorgesehen, wodurch Karteninhaber besonders flexibel in ihrer Finanzierungskraft sind. Bargeldabhebungen, bargeldloses Zahlen und Online Einkäufe sind ebenfalls kein Problem.

Prepaid, Debit oder Chargekarte?

Was bedeuten die drei unterschiedlichen Kartentypen? Die am weitesten verbreitete ist die Debitkarte, die hierzulande als EC-Karte besser bekannt ist. Nach dem Tätigen einer Ausgabe, wird das Konto, so schnell wie es technisch möglich ist, belastet. Die Chargekarte ist das, was man sich klassischerweise unter einer Kreditkarte vorstellt. Üblicherweise wird diese in einem monatlichen Zyklus abgerechnet. Die Prepaid Kreditkarte bekommen Sie höchstwahrscheinlich angeboten, wenn sie nach Kreditkarten ohne Schufa suchen. Für diese ist es nicht nötig eine Schufa Auskunft einzuholen, da diese vor der Benutzung vom Inhaber mit Guthaben aufgeladen werden muss. Danach kann der Eigentümer aber in den Genuss der wichtigsten Annehmlichkeiten des Kreditkartenbesitzes kommen. Weiterhin eignen sich diese Karten auch für jüngere Menschen, um den Umgang mit Zahlungsmitteln zu erlernen, ohne sich der Gefahr einer Verschuldung auszusetzen.

Anfallende Kosten durch Kreditkarten

Eine der zentralen Fragen die es vor der Kreditkartenanschaffung zu klären gibt, ist die Kostenfrage. Die reinen Kosten, die Sie am Ende tragen müssen, setzen sich durch unterschiedliche Gebühren oder Service zusammen. Je nach Kreditkarten Anbieter bzw. Bank, können gewisse Gebühren wegfallen, andere aber leicht erhöht sein. Daher ist beim Kreditkarten Vergleich nicht nur wichtig darauf zu achten, wo welche Gebühr anfällt, vielmehr sollten Sie prüfen, ob diese Gebühr oder Kostenform eine für Sie relevante ist. Daraus ergibt sich dann der tatsächliche Nutzen der Karte für Sie.

Betrachten Sie als erstes mögliche Kosten in Form einer Jahresgebühr oder Monatsgebühr. Diese ist sehr üblich und von unterschiedlicher Höhe. Hat ein Angebot die geringste Jahresgebühr, muss es dadurch aber noch nicht das Beste sein. Prüfen Sie zunächst, ob Gebühren für Bargeldabhebungen und Kosten durch dem Einsatz im Ausland anfallen. Natürlich nur insofern diese Gebühren für Sie auch eine Relevanz haben. Wenn Sie die Bargeldversorgung ohnehin anders regeln, ist eine Gebühr in diesem Punkt durchaus zu verkraften, wenn dadurch an anderer Stelle eventuelle Vergünstigungen herrschen.

Bonusprogramme und Kosten entscheiden über Kreditkartenklasse

Geht man davon aus, dass Sie eine Kreditkarte aus rein rationalen Gründen anschaffen wollen und nicht um sich mit Platin zu schmücken, sollte Ihr Einkommen und Bedarf an Zusatzleistungen über die Klasse der Kreditkarte entscheiden. Klassische Kreditkarten, die sich auf die Bereitstellung eines Verfügungsrahmens beschränken, weisen eine Jahresgebühr von 0 bis 500 Euro auf. Auslandskosten sind für üblich 0 (kostenlos) bis 2 % der dort getätigten Ausgaben. Erst wenn Sie einen klaren Bedarf an Zusatzleistungen wie Auslandskrankenversicherungen haben, sowie ein ausreichendes Einkommen, lohnt es sich Gold oder Platin Karten in Betracht zu ziehen.

Kostenlose Kreditkarten und Einsparungspotentiale

Gänzlich kostenlose Kreditkarten sind hoch im Kurs und werden von zahlreichen Banken angeboten. Diese Kreditkarten weisen keine Jahresgebühr auf, fordern aber oft einen sogenannten Mindestumsatz. Ist der Mindestumsatz erbracht, bleiben die Gebühren wie versprochen aus. Sollte die Gebühr aber aufgrund fehlender Kreditkartenumsätze anfallen, liegt diese oft über dem Durchschnitt. Daher verhält es sich mit kostenlosen Kreditkarten recht eindeutig. Wenn Sie sich sicher sind, die Umsätze ohnehin über das Jahr verteilt zu tätigen, sind diese Angebote interessant für Sie. Falls es nicht sicher ist, ob Sie die Umsätze erbringen, raten wir zunächst zu einer klassischen Jahresgebühr, um sich so zunächst ein Bild über Ihre Umsatzstärke zu verschaffen. Ein späterer Wechsel ist meist ohne Probleme möglich.

Kreditkarten und das Ausland

Oftmals besteht der Anspruch an Kreditkarten, ihrem Besitzer im Ausland mehr Freiheiten einzuräumen. Die klassische Geldkarte wird im Ausland oft nicht akzeptiert, wohingegen die Kreditkarte fast immer willkommen ist. Auch die anfallenden Kosten werden durch die Kreditkartennutzung stark verringert, zudem müssen Reisende weniger Bargeld bei sich tragen. Ob die Karte am jeweiligen Ort im Ausland auch einsetzbar ist, ist oft schnell ersichtlich. Mittlerweile sind die meisten solcher Stellen mit entsprechenden Labels versehen, die über die Möglichkeit zur Kreditkartennutzung informieren.

Gebühren beim Auslandseinsatz der Kreditkarte

Bei den meisten Kreditkarten ist ihr Einsatz innerhalb der Europäischen Union komplett gebührenfrei. Im Zweifelsfall sind die Details Ihrem jeweiligen Finanzinstitut zu entnehmen. Planen Sie die Karte außerhalb der EU zu nutzen, müssen Sie mindestens mit Gebühren in Abhängigkeit vom Wechselkurses rechnen.

Tipp: Beim Bargeldbezug im Ausland, werden Sie auch in der jeweiligen Landeswährung ausgezahlt. Das hat zwar den Vorteil, das Geld zum aktuellen Wechselkurs zu beziehen, jedoch fallen Gebühren in Höhe von ein bis vier Prozent des abgehobenen Betrages an. Planen Sie daher die Anzahl solcher Abhebungen möglichst gering zu halten.

Versicherungsleistungen von Kreditkarten

Neben dem Bezahlen im Ausland, sind Versicherungsleistungen durch Kreditkarten oft sehr gefragt. Viele Kreditkarteninstitute integrieren Auslandskranken- und Reiserücktrittsversicherungen bei bestimmten Kreditkartenvarianten. Meist sind es Karten- der Gold oder Platinklasse, die solche Dienstleistungen beinhalten. Ferner lässt sich das Finanzinstitut diesen Service vergüten, was sich in erhöhten Jahresgebühren oder verschärften Mindestumsatzforderungen niederschlägt. Ob sich eine solche Karte lohnt, hängt ganz davon ab, ob Sie die Zusatzleistungen auch in ausreichender Form in Anspruch nehmen würden. Ab einem gewissen Punkt, können Sie dadurch durchaus einiges an Geld sparen. Wenn Sie bereits über eine Kreditkarte verfügen und sich über mögliche Zusatzleistungen im Unklaren sind, können Sie sich bei Ihrem Kartenanbieter beraten lassen. Auch der Wechsel in eine höherklassige Kreditkartenkategorie kann durchaus angebracht sein.

Achtung: Die Integrierten Reiseversicherungen sind oft nur dann nutzbar, wenn der Urlaub oder ein unabdingbarer Teil der Reise auch mit der entsprechenden Kreditkarte erworben und bezahlt wurde. Stellen Sie also sicher, die zur Reise zugehörigen Zahlungen mit der Kreditkarte zu tätigen, wenn Sie von der Auslandskranken- oder Reiserücktrittsversicherung profitieren wollen. Diese Regelung trifft auf die meisten mit der Karte einhergehenden Versicherungsleistungen zu. Mietwagenversicherungen bedingen daher ebenfalls, dass das Fahrzeug per Kreditkarte gemietet wird.