Filialbanken Vergleich

Wenn im allgemeinen Sprachgebrauch von einer Bank oder einem Kreditinstitut die Rede ist, denken die meisten Leute an die klassische Filialbank. Sie prägen noch immer die deutsche Bankenlandschaft am stärksten und Direktbanken sind häufig Tochterunternehmen von ihnen. Filialbanken decken zudem im Regelfall das gesamte Spektrum an Finanzprodukten ab. Durch Ihr Filialnetz sind sie oft lokalen Konkurrenzschwankungen ausgesetzt, was sich ganz unterschiedlich auf Gebühren und Konditionen auswirken kann. Der Filialbank Vergleich wird Ihnen helfen, die für Sie beste Bank mit dem optimalem Angebot zu finden.

Wann sollte ich mich für eine Filialbank entscheiden?

Genau dann, wenn Filialen vor Ort sind und Sie diese auch nutzen würden. Die Filiale ist das wichtigste Leistungsmerkmal einer Filialbank. Schauen Sie welche Filialen die Bank von Interesse in Ihrer Nähe bereit hält. Das Online Banking ist bei Filialbanken zwar ein gut ausgereifter Standard, gleichen Sie aber trotzdem im voraus ab, ob die Öffnungszeiten Ihnen auch zusagen. Gerade wenn Sie sich für umfangreichere Finanzdienstleistungen interessieren, stehen gerade bei Filialbanken persönliche Gespräche an. Die Zeitersparnis einer Filialbank ist umso besser, je häufiger und komplexer Ihre Bankgeschäfte ausfallen. Filialbanken sind zudem die erste Wahl, wenn Sie eine langfristige Bindung an eine Bank planen. Vor allem individuelle Finanzpläne, Kredite, Ratenzahlungen, Umschuldungen oder Anlageberatungen können mit Mitarbeitern besprochen werden. Umso mehr profitieren Sie davon, wenn Sie sich selbst nicht als Experte in finanzwirtschaftlichen Entscheidungen einschätzen.

Worauf gilt es beim Filialbank Vergleich zu achten?

Wenn Sie ein Girokonto bei einer Filialbank eröffnen möchten, werden Sie beim Filialbanken Vergleich höhere Schwankungen in den Kosten und Konditionen feststellen als beim Direktbanken Vergleich. Banken mit Filialnetzen haben teils völlig unterschiedliche Kostenstrukturen. Wenn man die deutsche Filialbankenlandschaft etwas differenzierter betrachten will, kann man die Banken in vier Gruppierungen unterteilen:

  • Großbanken (z. B. Deutsche Bank oder Commerzbank)
  • Volksbanken und Raiffeisenbanken
  • Sparkassen
  • Kleine bis mittelgroße Privatbanken (z. B. Santander oder Hanseatic Bank)

Die Verteilung der Niederlassungen der genannten Bankengruppen unterscheidet sich dabei stark. Die Großbanken bzw. Privatbanken im allgemeinen, operieren überwiegend in mittleren bis großen Städten. Die Sparkassen sowie Volks- und Raiffeisenbanken finden sich hingegen auch in dünner besiedelten Gebieten sowie ländlichen Gegenden. Letzere haben insgesamt eine viel weiträumigere Präsenz, da ihre Geschäftsstrategie vorsieht, vor allem den bürgerlichen Mittelstand zu erreichen. Die Verteilung der Bankenfilialen spielt insbesondere dann eine Rolle, wenn Sie öfters umziehen müssen.

Bargeld Einzahlung und Auszahlung

Eine Filialbank eignet sich besonders für Personen, die häufig aus privaten oder geschäftlichen Gründen Bargeld einzahlen müssen. Gerade Münzzählautomaten können für einige Kunden unabdingbar sein. Kunden von Direktbanken müssen hier häufig mit einem Referenzkonto arbeiten oder Gebühren aufwenden, wenn die Einzahlung bei einer Fremdbank erfolgt. Das gebührenfreie Abheben von Bargeld hängt wie so oft davon ab, in welchem Bankverbund sich Ihre Bank befindet

Gebühren bei Filialbanken

Betrachtet man die Konditionen der Filialbanken aus rein finanzieller sicht, sind sie denen der Direktbanken unterlegen. Da sie darauf angewiesen sind die Kosten der Filialnetze zumindest zu decken, fallen eventuell Kontoführugsgebühren oder sonstige Kosten an. Diese werden meist erst ab einem Alter von 25-29 Jahren erhoben. Zuvor gilt das Girokonto oft noch als Studentenkonto oder Jugendkonto. Solche Arten von Girokonten sind auch bei Filialbanken oft Gebührenfrei. Wer also ein normales Girokonto in Anspruch nimmt, muss bei folgenden Punkten auf die Kosten achten:

  • Kontoeröffnungsgebühren
  • Kontoführungsgebühren
  • Gebühren für Daueraufträge und Überweisungen
  • Höhe des Dispozinses und Überziehungszinses
Die erhobenen Gebühren für Überweisungen und Daueraufträge richten sich nach dem Mittel, mit dem der Auftrag erteilt wird. So ist die Anweisung per Online Banking fast immer kostenlos, evtl. fallen Gebühren für das TAN-Verfahren an. Andere Arten wie die Anweisung per Telefon oder Postalisch können hingegen Gebühren verursachen.

Wie sicher ist mein Geld bei Filialbanken und wie hoch ist der Einlagenschutz?

Spätestens seit der letzten Wirtschaftskrise ist diese Frage immer präsent. Einige Privatbanken mussten mit insgesamt knapp 500 Milliarden Euro an Steuergeldern gerettet werden. Daher stellt sich zudem die Frage, ob die Mitgliedschaft bei einer systemrelevanten Bank zu verantworten ist. Gesetzlich ist jedes Girokonto innerhalb Europas mit mindestens 100.000 Euro gesichert. Die Meisten Banken bieten aber noch eine zusätzliche Sicherung ab, welche durch eine freiwillige Einlage bereitgestellt wird.

Diese einlagen versichern bis in die Milliardenhöhe und sind der jeweiligen Bank zu entnehmen. Kommt es jedoch zu einer erneuten Systemkrise bei den Großbanken, reichen die verfügbaren Gelder nicht aus um mehrere dieser Banken zu retten. Im Zweifelsfall werden wieder die jeweiligen Staaten für das Versagen der Banken herhalten und die Einlagen der Sparer retten. Entsprechend sollten Anleger eine Bank wählen, die in einem Land mit hoher Bonitätsnote sitzt. Deutschland ist derzeit von den drei großen Ratingagenturen Moody’s, Fitch und S&P mit einem Triple-A-Rating bewertet und ist damit neben Schweden und dem vereinigten Königreich Tabellenführer innerhalb Europas. Gerade Tagesgeld und Festgeldkonten mit sehr hoher Rendite werden oftmals von Banken in Ländern mit niedriger Bonität angeboten. Wir empfehlen bei hohen Geldanlagen immer ein Land mit hoher Bonität zu wählen.

Mit Filialbanken die eigene Region unterstützen

Mit einer eher mittelständigen Zielgruppe und einer langfristigeren Investmentstrategie konnten die Sparkassen und VR-Banken vergleichsweise unbeschadet durch die letzte Wirtschaftskrise kommen. Viele Sparkassen sowie Volks- und Raiffeisenbanken haben neben einem Renditeziel oft auch ein Gemeinwohlziel in Ihrem Geschäftstreiben verankert. Die meisten Bankkunden wissen oft nicht, was mit Ihrem Geld geschieht, sobald sie es zur Bank gegeben haben. Während das Geld bei den Großbanken eventuell in die Rüstungsproduktion oder Lebensmittelspekulation fließt, besteht bei Sparkassen und Genossenschaftsbanken je nach Geschäftspolitik die Möglichkeit, dass das Geld in regionale Projekte fließt. Welche Anlagepolitik Ihre örtliche Sparkasse oder VR-Bank pflegt, kann sehr unterschiedlich sein. Informieren Sie sich zuvor bei der jeweiligen Bank, ob Investmentfonds für kommunale Projekte vorgesehen sind, wenn Sie möchten dass Ihr Geld Ihre Region Fördert.

Fazit zum Vergleich von Filialbanken

Filialbanken eignen sich hervorragend für Personen, welche häufig Kontakt zu Ihrer Bank herstellen müssen. Gerade Rentner und nicht technikaffine Personen profitieren von einer persönlichen Beratung. Die Konditionen von Filialbanken schwanken regional stark, aber auch in unserem Vergleich sind Unterschiede festzustellen. Vergleichen Sie die Gebühren miteinander und wählen Sie die Bank mit den für Sie besten Konditionen, vorausgesetzt die Bank unterhält Filialen die in Ihrer Nähe sind und die Sie auch tatsächlich nutzen würden. Ansonsten ist eine Direktbank vorzuziehen, da diese weitaus bessere Konditionen anbieten können. Schauen Sie für Details in unseren Direktbanken Vergleich und Ratgeber. Bedenken Sie, dass eine Bank Ihnen eventuell einmal dabei hilft, wichtige Lebensziele zu verwirklichen. Der Bau eines Hauses geht meist mit der Baufinanzierung einher, hier ist es wichtig gut informiert zu sein, bevor Sie einen lang anhaltendenden Kredit aufnehmen. Auch ist nicht zu verkennen, dass Regionale Banken oft kommunale Projekte Finanzieren und Sie somit eine Möglichkeit haben, Ihr Geld die Region fördern zu lassen und nicht irgendwelche Finanzspekulationen mit anzuheizen.